Fake News aus Düsseldorf

Ein Beitrag von Stefan Rettich vom 19. Mai 2019 anlässlich der „Düsseldorfer Erklärung zum Städtebaurecht“ des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst, die von 50 Stadtbauräten, Dezernenten und Planungsamtsleitern unterzeichnet wurde

Mit der Leipzig Charta ist es wie mit der Charta von Athen, alle reden davon, aber kaum einer hat sie gelesen. Anders lässt sich die „Düsseldorfer Erklärung zum Städtebaurecht“ des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst, die von 50 Stadtbauräten, Dezernenten und Planungsamtsleitern unterzeichnet wurde, nicht deuten. Die Erklärung zielt auf die in Fachkreisen immer wieder geforderte Reform der Baunutzungsverordnung, um eine stärkere funktionale Mischung und höhere Dichten zu ermöglichen – insofern nichts Neues und auch nichts grundlegend Falsches. Allerdings

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12. AMM Symposium in Berlin – „Das Skizzenbuch in Zeiten der Digitalen Transformation“

Am 9.5. und 10.5. finden in Berlin die Eröffnung der Werkbund-Ausstellung „Möglichkeitsräume – Experimentierfeld Skizzenbuch“ und das 12. AMM Symposium zum Thema „Das Skizzenbuch in Zeiten der Digitalen Transformation“ im Aedes Network Campus Berlin statt. Abschließender Höhepunkt ist die exklusive Führung durch die aktuelle Ausstellung „Siza – Ungesehenes und Unbekanntes“ in der Tchoban-Foundation, Museum für Architekturzeichnung. Hier geht es zur kostenlosen Teilnahme: https://amm-symposium.eventbrite.de

Weitere Informationen unter:

https://www.hochschule-bochum.de/fba/studium-und-weiterbildung/12-amm-symposium/

Ausstellungseröffnung

Heike Hanada Metamorphosen

Begrüßung: Ulrich Müller

Einführung: Ines Weizmann

Die Ausstellung thematisiert Heike Hanada´s permanenten Perspektivwechsel zwischen künstlerischer Intervention und architektonischer Realität, wie er sich aktuell beim jüngst eröffneten Bauhaus-Museums in Weimar zeigt. Dabei stehen sich die Themen „archetypische Monumentalität“ und „räumliche Auflösung“ mit unterschiedlichen Perspektiven gegenüber, teilweise widersprüchlich, teilweise gehen sie auseinander hervor. Bei dem mit unterschiedlichen Medien geführten Dialog bilden Gebautes und nicht Gebautes eine Art Metamorphose. So werden beispielsweise fotografische Momentaufnahmen präsentiert, in denen strenge Architekturmotive ins Surreale oder Pittoreske aufgelöst werden. Die daraus resultierenden erzählerischen Momente stehen für Hanada´s künstlerische Untersuchungen, die sich auf die „uneigentlichen Eigenschaften“ von Leere, Material und Raum konzentrieren.Die Ausstellung mit „multiples“ von Zeichnungen/Objekten und „digital stills“, einer Videoprojektion aus dem Studio der Architektin, werden durch Fotografien von Andrew Alberts ergänzt. Ziel ist eine Art improvisierte Bricolage, vergleichbar dem Zwischenzustand eines Laboratoriums.

Heike Hanada hat ihr Büro hh_laboratory for art and architecture 2007 in Berlin gegründet. Im April wurde ihr Neubau für das Bauhaus-Museum in Weimar eröffnet. Seit 2018 ist sie Professorin am Lehrstuhl Gebäudetypologien an der Technischen Universität Dortmund.

Keiner will die Kitas bauen

©Kersten + Kopp Architekten BDA

Das modulare Schnellbauprogramm des Berliner Senats sollte kurzfristig 27 neue Kitas mit über 3000 Betreuungsplätzen schaffen. Doch trotz Fristverlängerung gab keine einzige Baufirma ein Angebot ab.

Der Kitaplatzmangel bleibt in der Hauptstadt auf absehbare Zeit ein Dauerproblem. Die konzertierte Ausschreibung des Baus von insgesamt 27 Kitas in Fertigteil-Holzbauweise, vom Berliner Senat auch MOKIBs genannt, ist gescheitert. Kein einziges Bauunternehmen hat ein Angebot für die Aufgabe abgegeben, die 2018 vorgestellten Entwürfe der Erstplatzierten KERSTEN KOPP ARCHITEKTEN und Karlundp Architekten baulich umzusetzen.

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Berlin bezahlbar. Was eine am Gemeinwohl orientierte Stadtentwicklungspolitik leisten muss.

Der Architekturpreis Berlin e. V. lädt gemeinsam mit der Wirtschaftskanzlei ZIRNGIBL, der Funk Gruppe und der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH am Dienstag, den 21. Mai 2019 um 18:00 Uhr, zum Gespräch am Langen Tisch „Berlin bezahlbar. Was eine am Gemeinwohl orientierte Stadtentwicklungspolitik leisten muss.“ in das KutscherHaus am Kurfürstendamm 50a / George-Grosz-Platz ein.

Es wird zu wenig gebaut und wenn, dann sind die Wohnungen in der Regel für niedrige und mittlere Einkommen zu teuer. Das Berliner Wohnungsbau-Mandra ist altbekannt, doch es herrscht Ratlosigkeit, was getan werden müsste, um den Bedürftigsten wirklich zu helfen. Vor Kurzem schrieb Prof. Dr. v. Einem im Tagesspiegel, dass die Messlatte jedweder sozialer Wohnungspolitik darin besteht, ob es gelingt die Lücke, die sich im unteren Segment des Wohnungsmarktes weit geöffnet hat, wieder zu schließen. Denn sie ist die eigentliche Ursache steigender Mieten. Er appellierte an die Berliner Politik, die ihr verliehenen städtebaulichen Sonderrechte zu nutzen, um städtebauliche Entwicklungen umfänglich zu planen, die Bodenspekulation einzudämmen und städtebauliche Vorhaben zu steuern. Mit Hilfe von Auskunftsrechten, Veränderungssperren, Vorkaufsrechten, Umlegungs- und Enteignungsrechten, Abriss- und Baugeboten könnte schon heute viel erreicht werden. Doch, so Prof. Dr. v. Einem, trotz der Klagen über die Machtlosigkeit der öffentlichen Hand gegenüber den Kräften des Marktes nutzt Berlin die bestehenden Rechte nicht.

Nach einem kurzen Impulsvortrag von Prof. Dr. v. Einem, diskutieren er und weitere Stadtentwicklungsexperten mit Vertretern der Berliner Politik.

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Bund und Land fördern die Freitreppe „Schlossfreiheit“ mit Millionen

2. Berliner Flussbad Pokal 2016, Foto cc Anette Hauschild

Bund und Land Berlin geben bekannt, dass die Planung und der Bau der ersten Freitreppe als Wasserzugang für das Flussbad Berlin an der Schlossfreiheit aus Mitteln des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ finanziert werden.

Am 12. April 2019 geben der Bund und das Land Berlin bekannt, dass die Planung und der Bau der ersten Freitreppe als Wasserzugang für das Flussbad Berlin an der Schlossfreiheit aus Mitteln des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ finanziert werden. Hierfür stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat 3,78 Millionen Euro zu Verfügung, die durch zusätzliche Mittel in Höhe von 2,635 Millionen Euro von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ergänzt werden.

Die 38 Meter breite Sitzstufenanlage am sonnigen Südufer führt vom Humboldt Forum zum Spreekanal, in dem nach den Plänen des Vereins Flussbad Berlin schon bald das Schwimmen im natürlich gereinigten Spreewasser möglich sein soll.

Charlotte Hopf, Vorstand von Flussbad Berlin e.V.: „Das ist eine wunderbare Nachricht für Berlin und ein wichtiges Signal für die vielen Menschen, die sich seit Jahren für die Realisierung des Flussbad Projektes engagieren. Die Entscheidung zum Bau dieses ersten Flussbad-Moduls zeigt, dass der zivilgesellschaftliche Einsatz für eine lebenswertere Stadt und eine saubere Spree erfolgreich ist und nun auch dauerhaft im Stadtraum sichtbar wird.“

Das Konzept für das Flussbad wurde zuerst von der Berliner Künstler- und Architektengruppe realities:united entwickelt und bereits 1998 erstmalig öffentlich vorgestellt. Das Projekt wurde international vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem weltweit wichtigsten Preis für nachhaltige Stadtentwicklung, dem LafargeHolcim Award for Sustainable Construction (2011 & 2012). Projektträger ist der im Jahr 2012 gegründete gemeinnützige und gleichnamige Verein „Flussbad Berlin“ mit über 400 Mitgliedern. Er engagiert sich für die Kommunikation, Weiterentwicklung und Realisierung des Stadtentwicklungsprojekts Flussbad Berlin.

Ausstellung „Der Komplex Karl-Liebknecht-Straße – zwischen Utopie und Realität“

Der Komplex Karl-Liebknecht-Straße gehört zu den markantesten Gebäuden der Berliner Mitte. Der 320 Meter lange Riese prägt unübersehbar das Gebiet um den Fernsehturm und die Marienkirche. Weniger bekannt ist, dass sich hinter diesem Gebäude eine faszinierende Geschichte verbirgt. Der Komplex, der zwischen 1967 und 1973 nach Entwürfen von Wolfgang Radke, Manfred Zumpe, Hans-Peter Schmiedel und Werner Strassenmeier errichtet wurde, war ein Experimentierfeld für neue Formen des innerstädtischen Bauens. Realisiert wurde eine ungewöhnliche Nutzungsvielfalt, bei der Wohnungen mit Geschäften, Büros, Ateliers und Dienstleistungseinrichtungen kombiniert wurden. Zwei Zentren für ungarische und polnische Kultur mit Ausstellungsräumen, Veranstaltungssälen und Bibliotheken ergänzten das Angebot.

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Architektur auf der Leipziger Buchmesse

Die Edition Eichhorn präsentiert sich erstmalig als Aussteller mit Themen zur Architekturgeschichte

21. – 24. März 2019

Halle 5, Stand G 211

und als Teilnehmerin bei

Leipzig liest

– Lesung am Donnerstag, den 21.3. um 12:00 Uhr in Halle 3, Leseinsel Sachbuch (Architektinnen im Beruf)

– Vortrag am Sonntag, den 24.3. um 12:00 Uhr in Halle 5, Stand G 200 (Der Architekt Palladio und seine Werke)

33. Berliner Denkmaltag

Berlin ist voller Orte, wo Geschichte greifbar ist und erlebbar wird. Einige sind weltweit bekannt – wie die East Side Gallery oder der Checkpoint Charlie. Andere waren lange vergessen, bis sie wieder ans Tageslicht kommen – Kriegsgefangenenlager, unterirdische Rüstungsfabriken, Gefängnis-Mauern. Authentische Orte haben einen hohen Denkmalwert und eine besondere Bedeutung: Sie sind die materielle Grundlage für unser Geschichtsverständnis, gerade in Zeiten, wo Virtuelles und Fake News breiten Raum einnehmen. Die Erhaltung dieser Denkmale ist nicht immer einfach, vor allem wenn die wachsende Stadt zu ihrem Recht kommen will. Der 33. Berliner Denkmaltag stellt aktuelle Beispiele vor.

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„Sollen unsere Schulbauvorhaben in eine GmbH ausgelagert werden?“ Round Table Talk – Dritte Runde

Im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive (BSO) will der Berliner Senat den Neubau und auch Sanierungen von Schulen an die Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE mbH übertragen. Dabei geht der Senat sowohl für Sanierungen als auch für Neubauten bereits im Vorfeld von teilweise sehr hohen Kosten aus. Eine Schule für 1330 Schülerinnen und Schüler in Adlershof soll 100 Mio Euro kosten – über 75.000 Euro pro Schulplatz. Auch die Sanierungen sollen teuer werden – bis zu 54 Mio Euro pro Schule, im Durchschnitt 34 Mio Euro pro Schule. Bundesweit kostete nach BKI-Baukostenindex 2018 ein Schulneubau im Durchschnitt 16.990 Euro pro Schulplatz. Nicht zuletzt aus Sorge vor hohen Kosten haben die Berliner Bezirke im Dezember den Rahmenvertrag mit der HOWOGE zunächst zurückgewiesen.

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