„Sollen unsere Schulbauvorhaben in eine GmbH ausgelagert werden?“ Round Table Talk – Dritte Runde am 30.1.2019, 20 Uhr

Im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive (BSO) will der Berliner Senat den Neubau und auch Sanierungen von Schulen an die Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE mbH übertragen. Dabei geht der Senat sowohl für Sanierungen als auch für Neubauten bereits im Vorfeld von teilweise sehr hohen Kosten aus. Eine Schule für 1330 Schülerinnen und Schüler in Adlershof soll 100 Mio Euro kosten – über 75.000 Euro pro Schulplatz. Auch die Sanierungen sollen teuer werden – bis zu 54 Mio Euro pro Schule, im Durchschnitt 34 Mio Euro pro Schule. Bundesweit kostete nach BKI-Baukostenindex 2018 ein Schulneubau im Durchschnitt 16.990 Euro pro Schulplatz. Nicht zuletzt aus Sorge vor hohen Kosten haben die Berliner Bezirke im Dezember den Rahmenvertrag mit der HOWOGE zunächst zurückgewiesen.

Begründet werden die Kosten mit einem höheren Flächenbedarf, mit den ebenfalls neu zu bauenden Sporthallen und mit Mehrkosten in den Kostengruppen 200 (Herrichten und Erschließen) sowie Kostengruppe 500 (Außenanlagen) und 600 (Ausstattung). Zusätzlich werden die zuletzt überproportional großen Baukostensteigerungen angeführt. So macht die HOWOGE nach eigenen Angaben Risikozuschläge zwischen 15 und 25 Prozent.

Reicht das alles aus, um derartig hohe Kosten pro Schulplatz zu rechtfertigen? Kann nicht bei gleicher Qualität wesentlich günstiger gebaut werden – was die Schaffung weiterer Schulplätze ermöglichen würde – und wenn ja wie?

 

Begrüßung und Moderation
Yasser Almaamoun, Architekt www.plattformnachwuchsarchitekten.de

 

Gesprächsrunde:

  • Theresa Keilhacker, Netzwerk Architekten für Architekten . Architektur für Alle
  • Michael Mackenrodt, Vorstandsmitglied Architektenkammer Berlin
  • Dr. Christian Müller, Vorstandsmitglied Baukammer Berlin
  • Michael Oleck, Fachbereichsleitung Bauamt Hohen Neuendorf
  • Dr. Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin Fachgemeinschaft Bau Berlin
  • Carl Waßmuth, Vorstandsmitglied Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB)

 

Sie sind herzlich eingeladen, mit zu diskutieren!