Filmvorführungen zu den Rathauspassagen und zum Palast der Republik

Nachdem der erste Filmabend am 26.11.2019 zu den Rathauspassagen „Straße Nummer Eins“ von Oliver Päßler (D 2006), mit anschließendem Gespräch mit dem Architekten Prof. Dietmar Kuntzsch soviel Zuspruch gefunden hat, kommt nun der zweite Filmabend, den die Initiative Offene Mitte Berlin organisiert. Diesmal geht es um den Palast der Republik. Gezeigt wird der Film „Ein Palast und seine Republik“ von Julia M. Novak und Thomas Beutelschmidt.

Der Palast der Republik war neben dem Fernsehturm das wichtigste Gebäude Ost-Berlins. Das multifunktionale Kulturhaus wurde zwischen 1973 und 1976 nach Entwürfen des Kollektivs Heinz Graffundererrichtet. Realisiert wurde eine große Vielfalt an Angeboten: Hier gab es einen großen Veranstaltungssaal, der für Konzerte, Bälle und Showveranstaltungen genutzt wurde, ein Theater, mehrere Gaststätten, Galerien, einen Jugendclub, eine Bowlingbahn, eine Weinstube und viele andere Angebote. Das Zentrum des Gebäudes bildete ein großes öffentliches Foyer mit Sitzgruppen, das fantastische Ausblicke auf die Straße Unter den Linden und den Freiraum am Fernsehturm bot. Dank dieser Mischung wurde das Gebäude schnell zu einem Erfolg: Bis 1990 kamen über 60 Millionen Besucher. Der Palast der Republik wurde 1990 geschlossen und zwischen 2006 und 2008 abgerissen.

Anschließend folgt ein Gespräch mit den Filmemacher*innen.

Zeit: 10.12.2019, 18 Uhr

Ort: Stadtwerkstatt, Karl-Liebknecht-Straße 11, 10178 BerlinDie Veranstaltung ist Teil der Ausstellung „50 Jahre Berliner Fernsehturm –zwischen Alltagsleben und Weltpolitik“ zwischen S-Bahnhof Alexanderplatz und Fernsehturmeingang

Mit freundlicher Unterstützung des Landesdenkmalamtes Berlin und der Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH.