Führung rund um das Jugendzentrum Rathenower Straße in Moabit am Tag des Offenen Denkmals in Berlin

Die Sonne lachte und die zahlreichen Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit am Tag des Offenen Denkmals das Jugendzentrum Rathenower Straße in Moabit zu besichtigen. Die Architektin Theresa Keilhacker führte eine Gruppe von über 20 interessierten Personen, die Genaueres über den Denkmalwert des expressiven Bauensembles – von NGP-Architekten 1968-78 geplant und realisiert – erfahren wollten.

Das Jugendzentrum Rathenower Straße in Moabit ist nach wie vor von Teil-Abrissplänen der landeseigenen WBM bedroht. Umso mehr freuten sich die Teilnehmenden, dass sie dieses einmalige Werk aus der Ära des Brutalismus noch als Ganzes besichtigen konnten. 1976 war die Übergabe der Kindertagesstätte und 1978 wurden zunächst das Freizeitheim und dann der Langbau mit Kinderheim und Jugendwohnheim oberhalb einer Trümmerschicht des Fritz-Schloß-Parks (Entwurf Alverdes) fertiggestellt. „Planungsrechtlich wichtig und begrüßenswert war, daß der öffentliche Grundbesitz an dieser herausgehobenen Stelle nicht privatisiert wurde, sondern in allen Flächennutzungsplänen dem Gemeinbedarf vorbehalten blieb. Nur deshalb war es sinnvoll, hier ein sozialpolitisches Experiment wie das Jugendzentrum zu planen und ihm ein Stück des öffentlichen Raums zu überlassen“, schreibt heute immer noch brandaktuell einer der Urheber dieses einzigartigen Bauensembles, der 1934 geborene Architekt Günter Plessow.

„Danke für Eure bisherige Unterstützung zur Rettung des Ensembles und bitte teilt weiter fleissig die Petition +++ Rettet das Jugendzentrum Rathenower Str. 15-18 in Moabit – Berlin +++ damit günstige Mieten im denkmalwürdigen Bestand gesichert und damit sozial eminent wichtige Nutzungen nicht an den Rand gedrängt werden!“, fordert die Initiative „wem-gehoert.berlin“ in ihrem Update zur Petition.