# Jetzt heißt es anpacken!

Begrüßenswert ist im Koalitionsvertrag von rot-grün-rot in Berlin die Entscheidung, neue Gebäude durch die landeseigenen Wohnungsunternehmen vorwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen und nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) zu errichten. Doch statt willkürlich gesetzter Neubauziele von 20.000 Wohnungen/jährlich braucht es ein programmatisches Umdenken hin zur Transformation des Bestands.

#transformation #immobilien #berlin #koalition #rgr #bauwende#bauwesen #nachhaltigkeit #flächenversiegelung #klimakrise #klima#neubau

Link zur Pressemitteilung der Architektenkammer Berlin.

Berliner Senat treibt die Ressourcenwende im Bausektor voran

Am 1. Dezember 2021 tritt in Berlin eine Verwaltungsvorschrift in Kraft, die zu einer grundlegenden Transformation des Bausektors in der Hauptstadt führen könnte. Sie schreibt die Wiederverwendung und das Recycling von Baustoffen beim Rückbau öffentlicher Gebäude verbindlich vor. Bei öffentlichen Hochbauvorhaben müssen außerdem künftig ausschließlich nachwachsende Baustoffe und gütegesicherte Recyclingbaustoffe eingesetzt werden. Damit nimmt das Land Berlin bundesweit eine Vorbildfunktion ein.

recyclingnews   hat bei Thomas Schwilling nachgefragt, wie die Ressourcenwende im Berliner Bausektor gelingen soll. Der Referent für umweltverträgliche Beschaffung in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz war maßgeblich an der Erstellung der Verwaltungsvorschrift beteiligt.

Sie gehen in Berlin voran und wollen eine Ressourcenwende im Hoch- und Tiefbau einleiten. Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung?

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# Kommt die (Um)Bauordnung? Bauminister:innenkonferenz spricht sich für (Um-)Bauordnung aus

Wie aus einer Pressemitteilung der Bremer Bausenatorin Maike Schaefer hervorgeht, wird sich die Bauminister:innenkonferenz des Themas #Umbauordnung widmen. „Wir haben uns aktiv dafür eingesetzt“, so die Senatorin. „Bei der sogenannten (Um-)Bauordnung geht es um zielgerechte Regelungen in der Bauordnung, um notwendige Maßnahmen im Bestand zu ermöglichen und ggf. anders zu regeln als im Neubau“.

 

Siehe auch Pressemitteilung der Bremer Bausenatorin Maike Schaefer:
https://www.senatspressestelle.bremen.de/pressemitteilungen/bauministerinnen-und-ministerkonferenz-bekennt-sich-zu-mehr-klimaschutz-372589

#bauen #Bauordnung #nachhaltigkeit #nachhaltig #stadtplanung#architektur #umbau #sanierung #klima #klimaschutz #klimakrise

Aufruf zur Teilnahme am Tag der Architektur 2022 – Anmeldung bis 27. Januar 2022

Tag der Architektur am 25. und 26. Juni 2022

Anmeldung bis 27. Januar 2022

 

Alljährlich findet am letzten Juniwochenende bundesweit der Tag der Architektur statt. Die Führungen durch Berliner Projekte der Architektur, Landschafts- und Innenarchitektur sowie der Stadtplanung möchten persönliche Einblicke in die aktuelle Baukultur und individuelle Architekturerfahrungen ermöglichen. Die geöffneten Architekturbüros lassen interessierte Besucherinnen und Besucher hinter die „Kulissen“ ihrer Arbeit schauen und öffnen ihre Bürotüren oft in Kombination mit einem durch Vorträge, Ausstellungen und Diskussionen ergänzten Programm.

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# Grün- und Freiflächen erhalten, pflegen und ausbauen

Berlin verliert jährlich mehr als 1000 Straßenbäume aufgrund der wachsenden urbanen Belastung. Gleichzeitig benötigen auch die stark beanspruchten Grünflächen neue Konzepte und intensivere Pflege.
Dafür ist über die Neupflanzung hinaus ein gesicherter Pflegeplan mit einer entsprechenden zweckgebundenen Haushaltsmittelzuweisung essenziell. Doch obwohl der Senat die „Charta für das Berliner Stadtgrün“ bereits im April 2020 beschlossen hat, ist die Vorlage noch nicht im Abgeordnetenhaus behandelt und verabschiedet worden.
Grünflächen in Zeiten der Pandemie: Offener Brief verschiedener Verbände und Institutionen
Pressemitteilung der Architektenkammer Berlin.

Ost- und West Berlin – eine Spurensuche am 16.11.2021, 19 Uhr

Bildnachweis: plattformnachwuchsarchitekten.de

Berlin ist einzigartig und schaut auf eine facettenreiche Geschichte zurück. 1945 liegt die Stadt in Schutt und Asche. Beim anschließenden großflächigen Wiederaufbau unterscheiden sich die Vorstellungen in Ost und West. In der geteilten Stadt befördert die Konkurrenz der politischen Systeme eine gespaltene städtebauliche Moderne, die weit über Berlin hinaus Beachtung findet. 

Nach 1989 ist Berlin wieder einmal im Umbruch. Die Stadt wächst zusammen, wird Bundeshauptstadt und es entbrennen intensive Debatten über den Umgang mit dem Erbe von DDR-Baugeschichte. Viele symbolträchtige Orte erleben vor allem im Ostteil tiefgreifende Entwicklungen; die Stadt verändert sich aber auch im westlichen Teil rasant. 

32 Jahre nach dem Fall der Mauer haben die Debatten über den Umgang mit dem geteilten Erbe nicht aufgehört – sie haben sich jedoch verändert.

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Abgesagt, wird verschoben auf Mai 2022: Alliierte in Berlin – Die Kulturinstitutionen und das architektonische Erbe

© Mila Hacke

Die Kulturinstitute der Alliierten in Berlin haben das deutsche Kulturleben der Nachkriegszeit in ihrer Internationalität und Vielfalt enorm bereichert. Ihre Bedeutung hat sich seit der Wiedervereinigung gewandelt. So ist die Stadt um zahlreiche internationale Kulturinstitutionen reicher geworden. Vertreter der drei Einrichtungen Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur Berlin, British Council Berlin und Amerikahaus München sprechen über ihre Arbeit im Rückblick auf die besondere Rolle in Berlin, die Überwindung des Kalten Krieges und den politischen Wechsel 1990. Können Sprach-, Wissenschafts- und diplomatischer Austausch eine Grundlage

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Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Neuerungen zum 21.10.2021

Bildnachweis: https://oekozentrum.nrw

Zum 21.10.2021 wurden die drei BEG-Richtlinien für Wohngebäude, Nichtwohngebäude und Einzelmaßnahmen erneut geändert, um sie kohärent zu den Regelungen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) zu fassen. Insbesondere im Bereich Wärme- und Gebäudenetze sowie Anrechnung von Abwärme in der EE-Klasse erfolgten Änderungen.

Förderrichtlinien zur BEG

Die geänderten Förderrichtlinien zur BEG sind auf der Internetseite des BMWi veröffentlicht und wurden am 18.10.2021 im Bundesanzeiger bekanntgemacht.

Zum 1. Februar 2022 wird die Neubauförderung für das Effizienzhaus/-gebäude 55 in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eingestellt. Das teilt das Bundeswirtschaftsministerium mit. Sanierung soll stärker im Fokus stehen.

Mehr Informationen auf der Website der Bundesarchitektenkammer.

Und hier geht’s zur Förderung für energetische Sanierungen von Wohn- und Nichtwohngebäuden in Berlin, dem Program Effiziente GebäudePLUS.

Wissenschaftsbauten der 70er/80er am 10.11.2021, 19:00 Uhr in der Urania Berlin und Livestream

© Landesdenkmalamt Berlin, Foto: Anne Herdin

Seit rund drei Jahrhunderten prägen Gebäude der Wissenschaften das Gesicht Berlins und vereinen in sich Repräsentativität und Funktionalität wie auch Tradition und Fortschritt. In den 1970er und 1980er Jahren entstanden vornehmlich in West-Berlin avantgardistisch, Architekturen, für die Hochschulen, aber auch für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. „Jung, aber Denkmal“ widmet sich dieser jüngeren Zeitschicht des Wissenschaftsstandorts Berlin: Welche Wissenschaftsbauten entstanden und welche werden bereits als Denkmal geschützt? Ist sich die Wissenschaft ihres besonderen Erbes bewusst? Wie werden die Bauten aktuell genutzt?Wie kann eine hinreichende Bauunterhaltung angesichts des Sanierungsstaus im Hochschulbereich gelingen? Welche Rolle spielen die Bauten als Identifikationsorte in aktuellen Campusentwicklungen? 

FOTO: Institut für Hygiene und Mikrobiologie, Hermann Fehling & Daniel Gogel, 1969–74

Eine Veranstaltung des Landesdenkmalamts Berlin und der Architektenkammer Berlin.

PROGRAMM

Einführung von Dr. Sabine Schulte, Abteilungsleiterin Inventarisation und Denkmalvermittlung des Landesdenkmalamtes Berlin

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Schinkel-Wettbewerb 2022 startet mit dem Thema Ressource Rüdersdorf – neu aufgemischt

Rüdersdorf lebt seit langer Zeit vom Abbau des Kalksteins, von der Verarbeitung zu Branntkalk und Zement. Die Abtragung des Kalkbergs und die Ausbeutung der Gesteinsschichten bis weit unter Terrain mit dem daraus resultierenden Ver­lust von Landschaft und Identität haben diesen Ort geformt und gleichzeitig zu seiner Prosperität beigetragen. Noch heute wird der Kalkstein in den ausgedehnten Gewerbeansiedlungen zu Zement und anderen Baustoffen verarbeitet. Neben dem Kalksteinbruch, den historischen Brennöfen und dem modernen Zementwerk haben sich Betriebe der Baustoff- und Logistikbranche angesiedelt. So hat sich eine Agglomeration vitaler Ortschaften entwickelt, durchsetzt mit Stätten industrieller Fertigung, teils hochaktiv, teils aufgegeben und ruinös. Und genau diese Widersprüche und Maßstabsprünge machen Rüdersdorf mit seinen verschiedenen Ortsteilen so reizvoll für unsere Aufgabenstellung.

Auf dem Areal der ehemaligen Futterphosphatfabrik ist seit der Stilllegung wenig passiert. Alles Verwertbare wurde demontiert und entfernt. Von den imposanten Gebäuden stehen seit der Jahrtausendwende nur noch leere Hüllen. Kultur- und Filmschaffende entdeckten die Ruinenlandschaft als Inszenierungs- und Drehkulisse und weckten wieder das geflügelte Wort vom „märkischen Hollywood“.

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