Alarm am Wettbewerbsmarkt: Warum die Teilnahme im Corona-Jahr zurückging

Jury Plattform Nachwuchswettbewerb „Stadt – Wandel – Stadt der Ideen“ (2018)

Alarm am Wettbewerbsmarkt: Noch nie seit Erscheinen der Ausschreibungsstatistik von competitionline war die Zahl der Wettbewerbe so niedrig. Die Entwicklungen beschreibt Chefredakteur Nikolai Blank in diesem Gastbeitrag.

Das Geld ist da, der Handlungsdruck ist da, die Zahl der Ausschreibungen von Planungsleistung wächst trotz Corona. Und trotzdem: Für wettbewerbsorientierte Büros brachte das Pandemie-Jahr einen herben Einschnitt. Mit 392 Wettbewerben in 2020 gegenüber 474 im Vorjahr sank ihre Zahl um 17 Prozent. Ihr Anteil bei den architekturrelevanten Ausschreibungen fiel auf 8,75 Prozent. Erstmals seit Erscheinen des Monitors

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„Fünfzig Prunkräume“ statt Badevergnügen? Ein Lesetip

Niklas Maak schreibt am 3. April 2021 in der FAZ zum BADEN AM BERLINER STADTSCHLOSS: „Auf der Museumsinsel krachen die Narrative aufeinander wie Fahrzeuge bei einer Frontalkollision. Parzingers robuster Hinweis, Leute, die baden wollen, mögen sich bitte von seiner Insel fernhalten, sie könnten ja dafür an die Seen fahren oder gern auch in ihren Kiezen bleiben, ist deutlich. Wie museal darf eine Museumsinsel sein, wer darf sie wie besiedeln? Der Initiator des Schlossneubaus, Wilhelm von Boddien, hat dazu vor einem Jahr auf TV Berlin ein Interview gegeben, in dem er das von Parzinger so energisch gegen jede Unterbadung verteidigte Humboldt Forum zwar freundlich lobt, aber auch schon mit dem Gedanken an ganz andere Nachnutzungen spielt: Die Rekonstruktion des Schlosses sei „so gestaltet, dass

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1 Million klimaneutrale Sanierungen, 1 Million Sanierungsfahrpläne und 100 Tage für Weichenstellungen

Sanierungsstau und Leerstand bei der Öffentlichen Hand – Jugendzentrum Rathenower Str. 16 in Berlin-Moabit, Thomas Ernst Fotografie

Was die nächste Bundesregierung im Gebäudebereich erreichen muss: 1 Million klimaneutrale Sanierungen, 1 Million Sanierungsfahrpläne, 100 Prozent Transparenz, 100 Tage für Weichenstellungen

Die kommenden fünf bis zehn Jahre sind entscheidend, um die Erwärmung des Weltklimas zu stoppen. Alle politischen und individuellen Entscheidungen müssen darauf abzielen, einen Pfad von 1,5 bis 2 Grad Plus einzuhalten. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich diesem Ziel nicht nur verpflichtet, als leistungsfähige Industrie- und Wissensgesellschaft im europäischen Verbund steht sie in besonderer Verantwortung, hierbei Vorbildfunktion einzunehmen. Die Ratifizierung des Pariser Abkommens zum Klimaschutz liegt bereits mehr als vier Jahre zurück – vier Jahre, in denen Deutschland seiner Verpflichtung zur Erreichung der Ziele bis 2050 nicht nachkam. Werden die europäischen Klimaziele mit Zielpunkt 2030, wie zu erwarten, noch einmal deutlich nachgeschärft, drohen dem Land Strafzahlungen wegen Unterlassung. Der Gebäudesektor verursacht rund 40 Prozent der CO2-Emissionen. Ohne starke politische Maßnahmen wird es nicht gehen!

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Offener Brief zur Garnisonkirche Potsdam: Keine Kirchturmhaube – Priorität für einen Lernort!

In einem offenen Brief sprechen sich knapp hundert internationale Vertreter*innen aus Wissenschaft, Architektur (u.a. Theresa Keilhacker), Kirchen, Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft dafür aus, bei dem Wiederaufbau des Kirchturms der Garnisonkirche Potsdam auf den Nachbau der umstrittenen Turmhaube zu verzichten, da diese für einen problematischen Nationalprotestantismus steht.
Sie kritisieren die falsche Prioritätensetzung der Projektbetreiber, welche die Frage des Lernorts vernachlässigt haben. Während eine komplette Originalrekonstruktion des Kirchturms für 45 Mio. €  erfolgen soll, fehlt es für den angekündigten Lernort an allem: An einem Konzept, an Ausstellungsfläche, an Personal, an Geld.

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AfA unterstützt den gemeinsamen Aufruf, den ganzen Lebenszyklus beim Bauen in den Blick zu nehmen

Den ganzen Lebenszyklus beim Bauen in den Blick zu nehmen stellt eine Schlüsselfrage für den Klimaschutz dar. Deshalb unterstützt unser Netzwerk AfA – Aktiv für Architektur, zusammen mit Initiator*innen wie der Deutschen Umwelthilfe, Bauwende e.V., NABU und anderen, den Gemeinsamen Aufruf „Den ganzen Lebenszyklus beim Bauen in den Blick nehmen.

Gesprächsreihe StadtWertSchätzen 2021 beginnt mit Frauen im Fokus am 2. Juni 2021, 19 Uhr

Wer sind die vielen erfolgreichen Protagonistinnen, die deutschlandweit tätig sind und unsere Städte, Häuser‚ Landschaften und Freiräume gestalten? Das interdisziplinäre Netzwerk AfA – Aktiv für Architektur macht sieben Frauen aus drei Fachbereichen im Gespräch sichtbar und zeigt auf, wer dahinter steckt. Abseits von einer voluminösen Werkschau wird deutlich werden, wie Frauen in den Fachbereichen denken,

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Energetische Qualität soll über Verteilung der CO2-Kosten entscheiden

Durch die Umsetzung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) zum 1. Januar 2021 stellt sich besonders bei vermieteten Immobilien die Frage, wie die Kosten des CO2-Preises angemessen verteilt werden können. Aktuell liegen die Kosten allein bei Mietenden, die aber kaum Einfluss auf energetische Sanierungen von Immobilien haben.

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Bauwende jetzt: kein Abriss mehr! Jugendzentrum in Moabit erhalten

Am 13. September 2020 noch beim Tag des Offenen Denkmals zu sehen und nun akut in Gefahr: das „Jugendzentrum“ in der Rathenower Str. 15-18 in Moabit ist akut von Teil-Zerstörung durch die öffentliche Hand bedroht, der elegante Flachbau mit Verbindungsbrücken und Stegen, sowie die große grasbewachsene Rampe als „vorverlegte Parkkante“ zur dahinter gelegenen Trümmerschicht des „Fritz-Schloß-Parks“, sollen im Frühjahr 2021 abgerissen werden. Das von NGP -Neumann, Grötzebach, Plessow Architekten in den 70ger Jahren realisierte Gebäudeensemble hat bisher Dank seiner robusten Bauweise und trotz sträflich unterlassener Instandhaltung bis heute halbwegs überlebt.

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Neubauschloss digital eröffnet – Gesellschaftliche Kollisionen

„Kreative Köpfe für den Palast der Republik“, Plattform Nachwuchsarchitekt*innen 2005 (ESG-Glas beschichtet und holzfaserverstärkte gedämmte Fassadenplatten, auf vorhandene Alu-Profile adaptiert)

Friederike Meyer’s Artikel in BauNetz bringt es anlässlich der heutigen (digitalen) Eröffnung des Neubauschlosses kristallklar unter dem Titel „Kollisionen im Humboldt Forum“ auf den Punkt: „Das Humboldt Forum wirkt an allen Ecken und Enden seines voluminösen Auftritts aus der Zeit gefallen.“ Und weil Architektur immer auch Spiegelbild der Gesellschaft ist, haben wir es hier wohl auch mit gesellschaftlichen Kollisionen zu tun, die aufeinander geprallt sind und weiter kollidieren werden. Der teure Zankapfel im Herzen Berlin’s wird weiter für Gesprächsstoff sorgen.

Wie schön waren da die Visionen von der Metamorphose des Palastes der Republik in ein kreatives Kulturzentrum der Hauptstadt mit der Arbeit „Kreative Köpfe für den Palast der Republik“, die für den kreativen Umgang mit erhaltenswerter Bausubstanz warb. Die Realisierung sollte aus den eingesparten Abrisskosten finanziert werden. Der Entwurf wurde 2005 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums bei AEDES am Hackeschen Markt ausgestellt und fand viel Zuspruch, aber leider nicht die erforderliche Mehrheit im Bundestag.

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