Neubauschloss digital eröffnet – Gesellschaftliche Kollisionen

„Kreative Köpfe für den Palast der Republik“, Plattform Nachwuchsarchitekt*innen 2005 (ESG-Glas beschichtet und holzfaserverstärkte gedämmte Fassadenplatten, auf vorhandene Alu-Profile adaptiert)

Friederike Meyer’s Artikel in BauNetz bringt es anlässlich der heutigen (digitalen) Eröffnung des Neubauschlosses kristallklar unter dem Titel „Kollisionen im Humboldt Forum“ auf den Punkt: „Das Humboldt Forum wirkt an allen Ecken und Enden seines voluminösen Auftritts aus der Zeit gefallen.“ Und weil Architektur immer auch Spiegelbild der Gesellschaft ist, haben wir es hier wohl auch mit gesellschaftlichen Kollisionen zu tun, die aufeinander geprallt sind und weiter kollidieren werden. Der teure Zankapfel im Herzen Berlin’s wird weiter für Gesprächsstoff sorgen.

Wie schön waren da die Visionen von der Metamorphose des Palastes der Republik in ein kreatives Kulturzentrum der Hauptstadt mit der Arbeit „Kreative Köpfe für den Palast der Republik“, die für den kreativen Umgang mit erhaltenswerter Bausubstanz warb. Die Realisierung sollte aus den eingesparten Abrisskosten finanziert werden. Der Entwurf wurde 2005 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums bei AEDES am Hackeschen Markt ausgestellt und fand viel Zuspruch, aber leider nicht die erforderliche Mehrheit im Bundestag.

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FÖRDERUNG VON KFW UND BAFA WIRD NEU GEORDNET

BUNDESFÖRDERUNG FÜR EFFIZIENTE GEBÄUDE (BEG) STARTET 2021

Anfang 2021 soll sie an den Start gehen: die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“. Die bisherigen Förderungen der KfW und des BAFA für die Energieeffizienz von Gebäuden und die Nutzung erneuerbarer Wärme werden damit zusammengefasst und neu organisiert. Die bislang zehn Teilprogramme in vier Förderprogrammen werden ab 2021 in drei Teilprogrammen gebündelt: Wohngebäude, Nichtwohngebäude und Einzelmaßnahmen. Mit der Durchführung ab 2021 wird das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Förderinstitute KfW und BAFA beauftragen. Zunächst startet die BEG ab 1.1.2021 mit der Vergabe der Zuschüsse für alle Einzelmaßnahmen durch das BAFA. Ab 1.7.2021 folgen dann die Kreditvariante der Einzelmaßnahmenförderung sowie die systemische Förderung für Wohn- und Nichtwohngebäude durch die KfW.

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Anforderungen an Lüftungskonzeptionen in Gebäuden – Wohngebäude

Genau zur richtigen Zeit erscheint Teil II der Broschüre „Anforderungen an Lüftungskonzeptionen in Gebäuden – Wohngebäude“ beim UBA.

Die Menschen in Mitteleuropa halten sich zunehmend in geschlossenen Räumen auf, ein Großteil davon in der eigenen Wohnung. Das betrifft neben Erwachsenen zunehmend auch Kinder und Jugendliche. Für eine gute Innenraumluftqualität zu sorgen, ist somit für das Wohlbefinden und die Gesundheit von entscheidender Bedeutung. Lüften ist ein wesentliches Element, um eine gute Innenraumluftqualität zu erreichen oder um diese aufrechtzuerhalten.

Aus Energieeffizenzgründen ist eine dichte Bauweise gefordert. Infiltrationen, wie sie noch in alten, undichten Gebäuden vorhanden waren, sind in modernen, energieeffizienten Gebäuden deutlich minimiert. Regelmäßiges aktives Lüften über Fenster oder das Betreiben von Lüftungsanlagen ist somit erforderlich.

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Mit dem CO2-Preis im Wärmebereich echte Lenkungswirkung erzielen

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat am 18.11.2020 einen Antrag in den Bundestag eingebracht (Drucksache 19/24432), mit dem sie Vermieterinnen und Vermieter zu einer vollständigen Übernahme des CO2-Preisbestandteil bringen wollen. Die entsprechende Umlage der CO2-Bepreisung im Wärmebereich soll aus ökologischen sowie sozialen Gründen nach dem Verursacher-Prinzip ausgestaltet werden.

Interdisziplinärer Wettbewerb für die Mühlendammbrücke!

Extinction Rebellion Deutschland

Durch die Berliner Mitte wurde in den 1960er Jahren eine Schneise geschlagen: eine “Autobahnbrücke” von der Leipziger Straße zum Alexanderplatz. Die Mühlendammbrücke ist nach Millionen von Autos nun marode und soll neu gebaut werden – genau so überdimensioniert, wie sie heute ist. Einige von uns haben deshalb am 7. September 2019 mit einem breiten Bündnis aus Changing Cities, Extinction Rebellion Deutschland, Initiative Offene Mitte Berlin, WBM Mieterbeirat im Nikolaiviertel, Netzwerk Fahrradfreundliche Mitte und Stadt für Menschen vor Ort demonstriert und für ein radikales Umdenken bei der Verkehrsplanung geworben. Seitdem ist aber kein Umdenken in der Senatsverwaltung passiert!

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Klima-Gebäude-Check – mitmachen!

Bildnachweis: Deutsche Umwelthilfe

Kein Staatsgeheimnis: Tut Berlin genug für den Klimaschutz? 

Ihre Kinder halten es im Sommer in der Schule kaum aus vor lauter Hitze? 

Gerade in öffentlichen Gebäuden wird durch schlechte Dämmung massenhaft Energie verschwendet. Ob in Schulen, Schwimmbädern oder im Bürgerbüro – für die Versorgung mit Raumwärme benötigt die öffentliche Hand so viel Energie wie etwa 2,5 Millionen Haushalte. Ein Drittel unserer gesamten CO2-Emissionen in Deutschland stammen allein aus dem Gebäudebereich! Allein die Kommunen müssen schätzungsweise 3,8 Milliarden Euro jährlich für die Strom- und Wärmeerzeugung in ihren Gebäuden aufbringen.

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Warmmieten mit Temperaturfeedback können das Vermieter-Mieter-Dilemma auflösen

Unter dem Titel „Wie passen Mieterschutz und Klimaschutz unter einen Hut?“ hat die Agora Energiewende in Kooperation mit der Universität Kassel, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, eine Studie vorgelegt, die zeigt: „Auch in Deutschland kann eine Regulierung implementiert werden, die auf Warmmieten basiert und so zielgerichtete Energieeffizienzanreize für beide – Mieter und Vermieter – schafft.“

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Ein neues Europäisches Bauhaus

Brüssel, 16. Oktober 2020

EU-Präsidentin von der Leyen hält eine bemerkenswerte Rede zur Lage der Union: „40% unserer Emissionen werden von unseren Gebäuden erzeugt. Sie dürfen nicht so viel Energie verschwenden, sie dürfen nicht so teuer sein, sie müssen nachhaltiger werden.

Und wir wissen, der Bausektor könnte sogar CO2 aufnehmen statt es auszustoßen, wenn ökologische Baustoffe wie Holz und kluge Technologien wie Künstliche Intelligenz eingesetzt werden.

Ich will, dass NextGenerationEU eine europäische Renovierungswelle auslöst und unsere Union zu einem Spitzenreiter in der Kreislaufwirtschaft macht.

Aber dies ist nicht nur ein Umwelt- oder Wirtschaftsprojekt, sondern muss auch ein neues Kulturprojekt für Europa werden. Jede Bewegung hat ihr eigenes Gefühl. Wir müssen dem Systemwandel ein Gesicht verleihen – um Nachhaltigkeit mit einer eigenen Ästhetik zu verbinden.

Deshalb werden wir ein neues europäisches Bauhaus errichten – einen Raum, in dem Architekten, Künstler, Studenten, Ingenieure und Designer gemeinsam und kreativ an diesem Ziel arbeiten.“

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„Nachhaltige Kreislaufkonzepte für das Planen und Bauen in Berlin-Brandenburg“ Gewinner*innen des Wettbewerbs im Dialog mit Theorie und Praxis

Gewinner*innen des Nachwuchswettbewerbs 2020 stellen ihre Arbeiten zum Thema „Nachhaltige Kreislaufkonzepte für das Planen und Bauen in Berlin-Brandenburg“ vor und diskutieren diese mit fachkompetenten Jurymitgliedern aus Theorie und Praxis.

PROGRAMM

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