# Jetzt heißt es anpacken!

Begrüßenswert ist im Koalitionsvertrag von rot-grün-rot in Berlin die Entscheidung, neue Gebäude durch die landeseigenen Wohnungsunternehmen vorwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen und nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) zu errichten. Doch statt willkürlich gesetzter Neubauziele von 20.000 Wohnungen/jährlich braucht es ein programmatisches Umdenken hin zur Transformation des Bestands.

#transformation #immobilien #berlin #koalition #rgr #bauwende#bauwesen #nachhaltigkeit #flächenversiegelung #klimakrise #klima#neubau

Link zur Pressemitteilung der Architektenkammer Berlin.

Berliner Senat treibt die Ressourcenwende im Bausektor voran

Am 1. Dezember 2021 tritt in Berlin eine Verwaltungsvorschrift in Kraft, die zu einer grundlegenden Transformation des Bausektors in der Hauptstadt führen könnte. Sie schreibt die Wiederverwendung und das Recycling von Baustoffen beim Rückbau öffentlicher Gebäude verbindlich vor. Bei öffentlichen Hochbauvorhaben müssen außerdem künftig ausschließlich nachwachsende Baustoffe und gütegesicherte Recyclingbaustoffe eingesetzt werden. Damit nimmt das Land Berlin bundesweit eine Vorbildfunktion ein.

recyclingnews   hat bei Thomas Schwilling nachgefragt, wie die Ressourcenwende im Berliner Bausektor gelingen soll. Der Referent für umweltverträgliche Beschaffung in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz war maßgeblich an der Erstellung der Verwaltungsvorschrift beteiligt.

Sie gehen in Berlin voran und wollen eine Ressourcenwende im Hoch- und Tiefbau einleiten. Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung?

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Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Neuerungen zum 21.10.2021

Bildnachweis: https://oekozentrum.nrw

Zum 21.10.2021 wurden die drei BEG-Richtlinien für Wohngebäude, Nichtwohngebäude und Einzelmaßnahmen erneut geändert, um sie kohärent zu den Regelungen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) zu fassen. Insbesondere im Bereich Wärme- und Gebäudenetze sowie Anrechnung von Abwärme in der EE-Klasse erfolgten Änderungen.

Förderrichtlinien zur BEG

Die geänderten Förderrichtlinien zur BEG sind auf der Internetseite des BMWi veröffentlicht und wurden am 18.10.2021 im Bundesanzeiger bekanntgemacht.

Zum 1. Februar 2022 wird die Neubauförderung für das Effizienzhaus/-gebäude 55 in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eingestellt. Das teilt das Bundeswirtschaftsministerium mit. Sanierung soll stärker im Fokus stehen.

Mehr Informationen auf der Website der Bundesarchitektenkammer.

Und hier geht’s zur Förderung für energetische Sanierungen von Wohn- und Nichtwohngebäuden in Berlin, dem Program Effiziente GebäudePLUS.

Wissenschaftsbauten der 70er/80er am 10.11.2021, 19:00 Uhr in der Urania Berlin und Livestream

© Landesdenkmalamt Berlin, Foto: Anne Herdin

Seit rund drei Jahrhunderten prägen Gebäude der Wissenschaften das Gesicht Berlins und vereinen in sich Repräsentativität und Funktionalität wie auch Tradition und Fortschritt. In den 1970er und 1980er Jahren entstanden vornehmlich in West-Berlin avantgardistisch, Architekturen, für die Hochschulen, aber auch für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. „Jung, aber Denkmal“ widmet sich dieser jüngeren Zeitschicht des Wissenschaftsstandorts Berlin: Welche Wissenschaftsbauten entstanden und welche werden bereits als Denkmal geschützt? Ist sich die Wissenschaft ihres besonderen Erbes bewusst? Wie werden die Bauten aktuell genutzt?Wie kann eine hinreichende Bauunterhaltung angesichts des Sanierungsstaus im Hochschulbereich gelingen? Welche Rolle spielen die Bauten als Identifikationsorte in aktuellen Campusentwicklungen? 

FOTO: Institut für Hygiene und Mikrobiologie, Hermann Fehling & Daniel Gogel, 1969–74

Eine Veranstaltung des Landesdenkmalamts Berlin und der Architektenkammer Berlin.

PROGRAMM

Einführung von Dr. Sabine Schulte, Abteilungsleiterin Inventarisation und Denkmalvermittlung des Landesdenkmalamtes Berlin

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Schinkel-Wettbewerb 2022 startet mit dem Thema Ressource Rüdersdorf – neu aufgemischt

Rüdersdorf lebt seit langer Zeit vom Abbau des Kalksteins, von der Verarbeitung zu Branntkalk und Zement. Die Abtragung des Kalkbergs und die Ausbeutung der Gesteinsschichten bis weit unter Terrain mit dem daraus resultierenden Ver­lust von Landschaft und Identität haben diesen Ort geformt und gleichzeitig zu seiner Prosperität beigetragen. Noch heute wird der Kalkstein in den ausgedehnten Gewerbeansiedlungen zu Zement und anderen Baustoffen verarbeitet. Neben dem Kalksteinbruch, den historischen Brennöfen und dem modernen Zementwerk haben sich Betriebe der Baustoff- und Logistikbranche angesiedelt. So hat sich eine Agglomeration vitaler Ortschaften entwickelt, durchsetzt mit Stätten industrieller Fertigung, teils hochaktiv, teils aufgegeben und ruinös. Und genau diese Widersprüche und Maßstabsprünge machen Rüdersdorf mit seinen verschiedenen Ortsteilen so reizvoll für unsere Aufgabenstellung.

Auf dem Areal der ehemaligen Futterphosphatfabrik ist seit der Stilllegung wenig passiert. Alles Verwertbare wurde demontiert und entfernt. Von den imposanten Gebäuden stehen seit der Jahrtausendwende nur noch leere Hüllen. Kultur- und Filmschaffende entdeckten die Ruinenlandschaft als Inszenierungs- und Drehkulisse und weckten wieder das geflügelte Wort vom „märkischen Hollywood“.

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Weiterentwicklung und Reaktivierung des ICC – 10 Tage im Reallabor der Berliner Festspiele

Die David Bowie Songzeile „The Sun Machine Is Coming Down“ prangt über dem Eingang des ICC – „Der exzentrische Bau des Internationalen Congress Centrum Berlin (ICC) erinnert äußerlich an ein Raumschiff oder einen Ozeandampfer. Ursulina Schüler-Witte und Ralf Schüler hatten es Mitte der 1970er Jahre als radikal funktionalistisches Konferenzzentrum entworfen, das die Welt in Westberlin empfangen sollte. Bereits in der Ausschreibung war vorgesehen, dass 50 Prozent der Nutzung über das reine Kongressgeschäft hinausgehen – etwa mit Bühnen-, Show- oder Kammermusikveranstaltungen für die Berliner*innen. 1979 eröffnet, wurde das ICC mit seinen 80 Konferenzräumen mit bis zu 5.000 Sitzplätzen zu einem der meistbesuchten, meistausgezeichneten sowie größten Kongresszentren der Welt.

Als „Dialogmaschine“ lädt es dazu ein, in seinen Sälen und durch Gänge und Rolltreppen miteinander verbundenen Foyers und Terrassen

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#Umnutzung ist günstiger und klimaschonender als Neubau

„Laut dem Kurzgutachten „Redevelopment – Wohneigentum 2021“ der ARGE Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e. V. sind viele Büro- und Gewerbeflächen wegen Home Office und innerstädtischen Leerstands derzeit ungenutzt. Allein durch ihre Umnutzung könnten etwa 235.000 zusätzliche Wohnungen in Innenstädten entstehen, was sich am Wohnungsmarkt stark preisdämpfend auswirken würde.

Der Klimaschutzeffekt der Umnutzung betrüge bis zu 9,2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, was der Vollmodernisierung von 3,4 Millionen Wohnungen entspricht.

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# Prozess Bodenwende jetzt! verstetigen

Bündnis Bodenwende kommentiert und veröffentlicht die Antworten der Parteien zu seinen Wahlprüfsteinen.

Das Bündnis Bodenwende sieht angesichts explodierender Boden- und Mietpreise und eines trotz des „30 Hektar-Ziels“ ungebremsten Flächenverbrauchs dringenden Handlungsbedarf. Deshalb hat es mit seinen „Bodenpolitischen Wahlprüfsteinen zur Bundestagswahl 2021“ eine umfassende Befragung der Parteien gestartet. Heute werden die Antworten von Bündnis 90/Die Grünen, CDU/CSU, Die Linke, FDP und SPD veröffentlicht und kommentiert.

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Der Digitale gabana-Kongress: Barrierefreies Bauen – Universal Design I Inklusion I Dauer 3 x 45

Foto©Martin Raffeiner

Erfahren, wie barrierefreies Bauen, Universal Design und Inklusion für Generationen das Leben verändern kann.

 

Dienstag, 19. Oktober 2021 I 14.27 bis 16.35 Uhr

gabana Online-Kurs 1: Barrierefreiheit – die Lösung für Jahrzehnte Universal Design wertvoll und nachhaltig I Dauer 2 x 45

OK, Gesetze sind zu beachten, doch was bedeutet genau „bedürfnisorientierte barrierefreie Planung“? Was ist Universal Design?

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Dritte Novelle der Richtlinie zu Lüftungsanlagen