EGO – URBAN – ISMUS

URBAN SPACEMAG #4 | call for paper!
Stadt ist Verhandlungssache – und alle machen mit – ob bewusst, zufällig, aktiv, passiv, wütend, selig, angepasst, nur für sich, für oder gegen alle.
Zurzeit erleben wir ein großes öffentliches Interesse an Stadt. Die Beteiligung, das Durchsetzen, das Machen und das Positionieren der eigenen Interessen nimmt sichtbar zu. Neue Räume entstehen, verlieren, werden erkämpft und verlassen, bestrickt, beklebt, besprochen und zerredet. Dabei stehen nirgendwo Partikularinteressen und Gemeinwohl so dicht beieinander wie in der Stadt. Oft enthüllt sich im Verzicht auf Kompromisse die Bedeutung und Kraft des Partikularen. Die Stadt für sich und seines Gleichen zu beanspruchen führt an vielen Orten zu harten Verhandlungen, zu scharfen Trennungen, zu Kämpfen und Allianzen. Das Aushandeln von Ansprüchen und Bedürfnissen bewegt sich dabei zwangsläufig im Spannungsfeld von Allein- und Gemeinwohl.

Von der Kröte zur Autobahn und vom Wortführer zur urbanen Initiative
Welche Kraft hat der Einzelne im Gesamtsystem Stadt?
Wer motiviert, wer schwimmt mit, wer hält auf, wer dreht um?
Wer hat Recht und wer hat jetzt das Recht auf Stadt?
Wo knallt’s und was wird wie verhandelt?
Was ist Not-in-my-backyard-Attitüde, was berechtigter Protest?
Wie entsteht aus der Summe von Egos eine Stadt für alle?

Das neue Heft des urban spacemags widmet sich dem Egourbanismus und Geschichten, Bildern und Aktionen, die alle anderen einschließt und das Ich als Maßstab nimmt.

Gesucht werden Beiträge zum Thema – seien es Meinungen, Entwürfe, Positionierung verschiedener Disziplinen und Formate, Fragen, Versuche, Abhandlungen, Geschichten, Diagramme, Bilder oder was sonst alles hierzu entstehen kann.
Ausgewählte Beiträge werden als Teil der vierten Ausgabe des Magazins urban spacemag publiziert. Das spacemag #4 wird voraussichtlich im Dezember 2011 in einer Auflage von 1.000 Exemplaren erscheinen.
Einsendeschluss: 15.08.2011