In Berlin leisten die vorhandenen Plattenbausiedlungen einen gewichtigen Beitrag zur sozialverträglichen Wohnungsvorsorge. Nahezu jede fünfte Wohnung in Berlin befindet sich in einem Wohngebiet, das in industrieller Bauweise errichtet wurde. Zu den besonderen städtebaulichen Merkmalen dieser Siedlungen gehören deren Weite und die Großzügigkeit, was sie wiederum interessant für Nachverdichtungen der sogenannten „wachsenden Stadt“ Berlin macht.
Welches Potenzial besitzen die vorhandenen Großsiedlungen, um als Alternative zu neu geplanten Großsiedlungen wirksam zu werden? Welche städtebaulichen, architektonischen, freiraumplanerischen sowie infrastrukturellen Möglichkeiten bieten Großsiedlungen heute? Wie können die vorhandenen Qualitäten dieser Siedlungen so weiter entwickelt werden, dass die nachhaltige Bestandsentwicklung und das Integrieren von Wohnkonzepten, das die sich wandelnden Bedürfnisse der Einwohner widerspiegelt, verwirklicht werden können, eingebettet in eine ernstgemeinte Beteiligung?
Anhand von Wettbewerbsergebnissen und Studien (Studentenwettbewerb 2015 „30+30“ Neu-Hohenschönhausen, Zingster Reloaded) sollen sowohl Qualitäten als auch Potenziale der ganzheitlichen Weiterentwicklung vorhandener Großsiedlungen diskutiert werden.
Begrüßung
Theresa Keilhacker, Netzwerk Architekten für Architekten
Podium
Prof. Luise King, Architektin BDA- Stadtplanung
Katharina Hagg, Technische Universität Berlin, Fachgebiet für Städtebau und Urbanisierung, Institut für Architektur
Grit Schade, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin, Abteilung IV Wohnungsbauleitstelle
Wilfried Nünthel, Stadtrat für Stadtentwicklung, Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Dr. Bernd Hunger, Kompetenzzentrum Großsiedlung
Moderation:
Georg Balzer, Stadtplaner, Netzwerk Architekten für Architekten
Ort:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin – Haus Berliner Stadtbibliothek
Ribbeck-Haus – Kleiner Säulensaal
Breite Straße 30-36, 10178 Berlin
Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung: Berliner Wirtschaftsgespräche
Wir laden herzlich dazu ein, im Anschluss an das Podium die Diskussion bei einem Glas Wein oder Wasser und Brezeln fortzusetzen.
Wir danken dem Kompetenzzentrum Großsiedlungen e. V. für die freundliche Unterstützung sowie der Initiative www.plattformnachwuchsarchitekten.de und competitionline – Plattform für Architekturwettbewerbe für die Kooperation.