SPACES OF SOLIDARITY: Einladung zur nächste Kuratoren Führung am 10. Januar 2024, 18 Uhr

Bildnachweis: https://www.daz.de/de/spaces-of-solidarity-ausstellung/

Bereits am Mittwoch, 10. Januar 2024 wird es die nächste Kuratoren Führung mit Dr. Moritz Ahlert, Habitat Unit, TU Berlin um 18 Uhr im DAZ, Köpenicker Straße, geben.

Dazu laden wir hiermit herzlich ein und freuen uns auf ein Wiedersehen im neuen Jahr 2024 im DAZ , Ecke Köpenicker Straße 53 dann bis zum Wilhelmine-Gemberg-Weg 6/H1 (Zweiter Hinterhof) 10179 Berlin.

Ein solidarisches Miteinander im Kontext wachsender sozialer Ungleichheit ist dringlicher denn je. Mit der Ausstellung SPACES OF SOLIDARITY versammelt die Forschungsgruppe TRANSFORMING SOLIDARITIES Berliner Projekte aus den Bereichen Wohnen, Arbeit und Gesundheit, die aufzeigen, welche solidarische Zukunft möglich ist. Einige dieser Projekte waren mit dem mobilen KIOSK DER SOLIDARITÄT als temporäre urbane Intervention in Berlin unterwegs und wurden im Sommer 2023 wissenschaftlich begleitet.

Räume der Solidarität haben sich zum Beispiel in den Wohnhäusern Habersaathstraße 40–48 in Berlin-Mitte aufgetan. Während bei den Plattenbauten vom Eigentümer versucht wird, durch Baustellen- und Substanzmaßnahmen Unbewohnbarkeit herzustellen, treffen in den Häusern Bestandsmieter:innen, geflüchtete Familien aus der Ukraine und ca. 80 ehemals wohnungslose Menschen aufeinander. Statt konkurrierende Solidaritäten zuzulassen, „wollen wir marginalisierte Gruppen nicht gegeneinander ausspielen, sondern dafür sorgen, dass alle miteinander leben können“, sagt Daniel Diekmann, Sprecher der Nachbarschaftsinitiative Habersaathstraße.

Dieser KIOSK DER SOLIDARITÄT steht nun im Zentrum der Ausstellung im DAZ, die über die Dokumentation der einzelnen Projekte hinausweist. In der Ausstellung werden die Ideen und Forderungen der Beteiligten gebündelt und raumgreifend übersetzt. Bauzäune dienen als szenografische Architekturen. Wandfüllende Mappings, Fotos, Texte und Videos veranschaulichen Maßstäblichkeit und Reichweite aber auch strukturelle Konflikte und Potenziale dieser solidarischen Praktiken.

Die Ausstellung stellt Fragen, die auch in einer begleitenden Konferenz verhandelt werden: Welche Chancen und Hindernisse ergeben sich für die solidarische Praxis in einer Migrationsgesellschaft? Wie können neue Methoden des solidarischen oder gemeinwohlorientierten Miteinanders die Demokratie – insbesondere die „Demokratie von unten“ – stärken?

Hier geht’s zur Materialsammlung: Gemeingut statt Leerstand der Stadtbodenstiftung