Image des Architekten
Situation: Die Wahrnehmung unseres Berufsstandes in der Öffentlichkeit ist verbesserungswürdig. Das Medienecho über Architektur, Bauen und Baukultur im Allgemeinen schwankt zwischen Starrummel und Heimwerker-Berichterstattung.
Unser Ziel: Der Architekt soll in der Öffentlichkeit in seiner Funktion als unabhängiger und verantwortungsbewusster Treuhänder des Bauherrn wahrgenommen werden.
Unsere Mittel: Wir wollen das Potenzial der Architektenkammer Berlin als unserer berufsständischen Vertretung besser nutzen und ihre Einflussmöglichkeiten bei der Darstellung unseres Berufsbildes voll ausschöpfen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass eine Presse- und Medienarbeit mit professionellem Anspruch auf Basis des in der Geschäftsstelle vorliegenden Leitfadens („Back-Papier“) etabliert wird. Darin werden die bisher aufgewendeten Kosten für Öffentlichkeitsarbeit auf ihre Breitenwirkung hin überprüft und entsprechende Empfehlungen ausgesprochen.
Architektur ist Baukultur
Unser Ziel: Wir kämpfen für Architektur als Bestandteil öffentlicher Kultur und als Mehrwert für die Gesellschaft.
Unser Vorschlag: Wir beabsichtigen verstärkt im politischen und kulturellen Leben präsent zu sein. Wir streben die Teilnahme an Ausschusssitzungen mit stadtpolitischen Themen im Abgeordnetenhaus an, darüber hinaus sollen Fachgespräche mit baupolitischen Diskussionsgruppen oder Kommissionen der Parteien, sei es auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene geführt werden.
Wir wollen eine Vernetzung mit Trägern kultureller und insbesondere baukultureller Inhalte initiieren. Eine Zusammenarbeit mit dem Förderverein Baukultur und der Initiative www.plattformnachwuchsarchitekten.de halten wir für sinnvoll. In diesem Sinne wollen wir die Presse- und Medienarbeit neu ausrichten.
es werden in Deutschland neben zeithistorisch wichtigen Gebäuden Kunst-am-Bau-Werke
vernichtet. Auch dann, wenn sich die Urheber bzw. Erben der Urheber für deren Erhalt einsetzen. Allein von den Bildhauern und Kunstschmieden Fritz Kühn (1910-1967) und Achim Kühn (geb. 1942) wurden 56 Auftragswerke in ehemals Ost- und Westdeutschland vernichtet,
darunter die Fassade für das Centrum-Warenhaus Suhl (FK), Eingänge und Brunnen der ehem. DDR-Botschaft in Budapest (FK), Portal des Münsters Essen (FK), Fassade und Eingang Restaurant “Teepott” Warnemünde (AK), Fassade und Eingänge Krankenhaus Cottbus (AK).
Vakant sind prägende Ausstattungselemente von Fritz Kühn im ehem. Generalshotel Berlin-Schönefeld. Das kuturhistorisch einmalige Gebäude soll bekanntlich dem neuen Empfangsgebäude der Regierung weichen. In Leipzig plant die kathol. Propsteigemeinde mit ihren Architekten Schulz & Schulz die Vernichtung der 1982 geweihten Kirche mit der von der Gemeinde beauftragten Kunstensemble von Achim Kühn.
Wir wären Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mithelfen diese Kulturbarbarei stärker in die Öffentlichkeit zu bringen und, wo noch möglich, der Vernichtung Einhalt zu bieten.
Mit freundlichen Grüßen
Helgard Kühn