Alles andere als vorbildlich: Sanierungsfall öffentliche Gebäude

Beispiel Jugendzentrum in Berlin-Moabit: Unterlassene Instandhaltung und fehlende energetische Sanierung führt zu teuren Folgeschäden im Betrieb

Zusammen mit FragDenStaat hat die Deutsche Umwelthilfe im Herbst gebeten, den energetischen Zustand der öffentlichen Gebäude in Ihrer Stadt abzufragen. Die Ergebnisse der über 3.000 Anfragen während des Klima-Gebäude-Checks liegen nun vor – und sie sind desaströs: In über 80 Prozent der Fälle wurde Ihnen nicht einmal ein Energieausweis vorgelegt; ein klarer Verstoß gegen die Veröffentlichungspflicht. Und in den wenigen Fällen, in denen nicht nur ein Verbrauchsausweis vorgelegt wurde, sondern ein aussagekräftiger Bedarfsausweis, fallen über die Hälfte der Gebäude mit massivem Sanierungsbedarf durch.und m

Die öffentliche Hand nimmt seit Jahren einen Sanierungsstau in Kauf. Und anstatt bei den Emissionen von Gebäuden deren gesamten Lebenszyklus zu berücksichtigen, rollt mit dem kommenden Effizienzerlass für Bundesbauten möglicherweise eine Abrisswelle auf uns zu, die die Situation noch weiter verschärfen wird. An den Klimazielen 2020 ist der Gebäudesektor krachend gescheitert, das darf sich keinesfalls wiederholen! Deshalb fordern wir für alle öffentlichen Gebäude öffentlich einsehbare Sanierungspläne mit einem konkreten Zeitplan zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2030.

Sanieren geht vor Neubau!

Hier geht es zum Klimagebäude-Check:

https://www.duh.de/klima-gebaeude-check/