Architektur + Fotografie

Eine Ausstellung in der Architektur Galerie Berlin vom 21.1. bis 5.3.2011, Eröffnung ist am 20.1. um 19:00 Uhr, zeigt drei unterschiedliche Positionen zeitgenössischer Fotografie zum Thema Architektur und spannt dabei einen Bogen von der angewandten zur freien künstlerischen Arbeit.
Die Fotografie von Architektur bewegt sich immer im Spannungsfeld zwischen Dokumentation und Suggestion. Einerseits werden die objektiven Eigenschaften eines Gebäudes festgehalten, andererseits werden diese durch den Standpunkt des Fotografen gleichzeitig „in Szene“ gesetzt. Foto: Friederike von Rauch, Quelle: AGB

Die Inszenierung des architektonischen Objekts hat – sowohl in der angewandten als auch in der künstlerischen Fotografie – zur Folge, dass meist menschenleere Gebäude zu sehen sind und ein etwa unliebsamer Kontext weitestgehend ausgeblendet ist. Der Fotograf bestimmt mit seiner Herangehensweise schließlich, in welche Richtung die Abbildung innerhalb des eingangs genannten Spannungsfeldes tendiert. In der angewandten Fotografie muss er eine bildhafte Synthese extrahieren, die trotz erwünschter Abstraktion eine möglichst komplexe Vorstellung von Architektur vermittelt.

„Architektur + Fotografie“ rückt das subjektive Moment dieser Bildfindungsarbeit in den Vordergrund. Obwohl Hélène Binet, Christian Richters und Friederike von Rauch unterschiedliche Positionen vertreten, ist ihren Fotografien eines gemeinsam: Das Einfangen atmosphärischer Stimmungen führt zu einer Komplexität, die weit über die bloße Dokumentation hinausreicht und mehr als nur eine rationale Vorstellung der abgebildeten Objekte ermöglicht.