Umweltgerechtes Bauen: 2022 muss ein Jahr des Handelns werden

Quelle: Architektenkammer Berlin / Hans-Stefan Müller, Architekt

Wir wissen längst, dass, gemessen am Gesamtvolumen, rund 40 Prozent aller CO2-Emissionen auf den Bausektor entfallen und der Betrieb von Gebäuden erheblich zur fortschreitenden #Erderwärmung beiträgt. Das neue Jahr 2022 muss für uns zu einem Jahr des Handelns werden. Die Voraussetzungen für konkrete Maßnahmen auf dem Weg zu besserem und wirksamem Klimaschutz sind für uns Planerinnen und Planer so gut wie nie zuvor. So wurde mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ein umfassendes #Förderprogramm auf den Weg gebracht, das die Vielzahl der bis dato parallellaufenden unterschiedlichen Maßnahmen von KfW und BAFA neu ordnet, bündelt und übersichtlich gestaltet.

#klimakrise #nachhaltigkeit #klima #umweltschutz #bauen #planung#architektur #immobilien #fördermittel

Die Voraussetzungen für konkrete Maßnahmen auf dem Weg zu besserem und wirksamem Klimaschutz sind für uns Planerinnen und Planer so gut wie nie zuvor. Weiterhin verlagert sich der Schwerpunkt der Programme weg von der Neubauförderung hin zu mehr Förderung von Sanierungen im Bestand.

Im Folgenden finden Sie Links zu relevanten Förderprogrammen des Bundes und im Land Berlin:
https://www.ak-berlin.de/fachkompetenzen/fachthemen/nachhaltiges-planen-und-bauen/foerdermittel.html

Deutsches Architektenblatt 1/2022:
https://www.ak-berlin.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/DAB_2022/DAB-2022-01-BE.pdf

# Koalitionsvertrag Bund: Neue Wohnungsgemeinnützigkeit fördern

Der Koalitionsvertrag auf Bundesebene sieht Schritte in die richtige Richtung vor: So sollen der Immobilienmarkt transparenter und Steuerschlupflöcher bei Share Deals geschlossen, sowie außerdem geprüft werden, ob das „Innenentwicklungsmaßnahmengebiet (IEM)“ als neues Instrument für ein gebietsbezogenes #Baugebot zur Nachverdichtung wirksam werden kann. Dies reicht aber allein nicht aus, um die finanzmarktgetriebene Boden- und Immobilienpreisspirale zu bremsen. Ein großer Schritt zur Gemeinwohlorientierung wäre dagegen die im Koalitionsvertrag vereinbarte „neue Wohnungsgemeinnützigkeit“ – sofern sie entsprechend ausgestaltet wird. Sie könnte auch die Tür zur #Bodengemeinnützigkeit öffnen.

#Gemeinwohl #gemeinnützig #nachhaltigkeit #immobilien#Boden #Ampelkoalition #Spekulation #sharedeal#Nachverdichtung

Pressemitteilung der Architektenkammer Berlin
https://www.ak-berlin.de/fileadmin/user_upload/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_2021/24_PM_Jetzt_die_Bodenwende_einleiten.pdf

# Umbau statt Abriss: Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark mit Cantian-Stadion

Es ist politisch wenig glaubwürdig, dass sich Berlin einerseits zur Zero Waste City erklärt und die Klimanotlage anerkennt, andererseits ein erneuerungsfähiges Stadion abreißt, um an derselben Stelle einen Neubau gleicher Kapazität zu errichten. Dies widerspricht jedem verantwortungsvollen Umgang mit ‚grauer Energie‘. Auch baukulturell ist das Cantian-Stadion mit seinen Flutmasten ein identitätsstiftender Ort für das Quartier am Mauerpark und darüber hinaus.

#energie #umbau #neubau #stadt #berlin #stadion #sport#nachhaltigkeit #klima #klimakrise

Der überaus bekannte und beliebte Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Pankow bietet den politisch Verantwortlichen die Gelegenheit unter Beweis zu stellen, dass es ihnen ernst ist mit dem jüngst formulierten Anspruch ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung.

Pressemitteilung Architektenkammer Berlin
https://www.ak-berlin.de/fileadmin/user_upload/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_2021/25_PM_Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark.pdf

# Ergebnis Vergabemonitoring: Mehr Planungswettbewerbe!

Eine aktuelle Analyse der öffentlichen Ausschreibungen für Planungsleistungen in #Berlin macht deutlich, dass Planungswettbewerbe eher eine Ausnahme sind. Die #Architektenkammer erwartet von der neuen Berliner Landesregierung, dass sie die Einhaltung der Gesetze zur mittelstandsfreundlichen Vergabe auch bei ihren landeseigenen Gesellschaften umsetzt – die #baukulturelle #Vielfalt würde wachsen und zu einer gelungenen Berliner Mischung in den Quartieren beitragen.

#wettbewerb #bauen #planung #architektur #architekten #stadt #rgr #immobilien #entwicklung

Link zum Vergabemonitoring:
https://www.ak-berlin.de/fachkompetenzen/wettbewerbswesen/vergabe-monitoring.html

Für ein offenes und transparentes Auswahlverfahren zur Neubesetzung der Senatsbaudirektion | Berlin, 13.12.2021

Das interdisziplinäre Netzwerk „AfA – Aktiv für Architektur“ setzt sich – zusammen mit vielen anderen Akteur*innen in der Stadt Berlin – in einem  Offener Brief zur Neubesetzung der Position des neuen Senatsbaudirektors / der neuen Senatsbaudirektorin für ein offenes und transparentes Auswahlverfahren ein. „Wir erwarten, dass der künftige Senat diese wichtige Personalentscheidung verantwortungsbewusst trifft und dabei Baukultur nicht auf stilistische Vorlieben einzelner Akteure verengt, sondern als gesellschaftliches Ringen um die Frage, wie wir leben wollen. Die in Frage kommende Person muss diese Zukunftsperspektive glaubhaft verkörpern und darf sich nicht in den Debatten der Vergangenheit verlieren“, schreiben die zahlreichen Unterzeichnenden. Die Architektenkammer Berlin hatte dazu bereits am 8. Dezember 2021 eine entsprechend besetzte Findungs- und Auswahlkommission gefordert.

# Jetzt heißt es anpacken!

Begrüßenswert ist im Koalitionsvertrag von rot-grün-rot in Berlin die Entscheidung, neue Gebäude durch die landeseigenen Wohnungsunternehmen vorwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen und nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) zu errichten. Doch statt willkürlich gesetzter Neubauziele von 20.000 Wohnungen/jährlich braucht es ein programmatisches Umdenken hin zur Transformation des Bestands.

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Link zur Pressemitteilung der Architektenkammer Berlin.

Berliner Senat treibt die Ressourcenwende im Bausektor voran

Am 1. Dezember 2021 tritt in Berlin eine Verwaltungsvorschrift in Kraft, die zu einer grundlegenden Transformation des Bausektors in der Hauptstadt führen könnte. Sie schreibt die Wiederverwendung und das Recycling von Baustoffen beim Rückbau öffentlicher Gebäude verbindlich vor. Bei öffentlichen Hochbauvorhaben müssen außerdem künftig ausschließlich nachwachsende Baustoffe und gütegesicherte Recyclingbaustoffe eingesetzt werden. Damit nimmt das Land Berlin bundesweit eine Vorbildfunktion ein.

recyclingnews   hat bei Thomas Schwilling nachgefragt, wie die Ressourcenwende im Berliner Bausektor gelingen soll. Der Referent für umweltverträgliche Beschaffung in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz war maßgeblich an der Erstellung der Verwaltungsvorschrift beteiligt.

Sie gehen in Berlin voran und wollen eine Ressourcenwende im Hoch- und Tiefbau einleiten. Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung?

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# Kommt die (Um)Bauordnung? Bauminister:innenkonferenz spricht sich für (Um-)Bauordnung aus

Wie aus einer Pressemitteilung der Bremer Bausenatorin Maike Schaefer hervorgeht, wird sich die Bauminister:innenkonferenz des Themas #Umbauordnung widmen. „Wir haben uns aktiv dafür eingesetzt“, so die Senatorin. „Bei der sogenannten (Um-)Bauordnung geht es um zielgerechte Regelungen in der Bauordnung, um notwendige Maßnahmen im Bestand zu ermöglichen und ggf. anders zu regeln als im Neubau“.

 

Siehe auch Pressemitteilung der Bremer Bausenatorin Maike Schaefer:
https://www.senatspressestelle.bremen.de/pressemitteilungen/bauministerinnen-und-ministerkonferenz-bekennt-sich-zu-mehr-klimaschutz-372589

#bauen #Bauordnung #nachhaltigkeit #nachhaltig #stadtplanung#architektur #umbau #sanierung #klima #klimaschutz #klimakrise

Aufruf zur Teilnahme am Tag der Architektur 2022 – Anmeldung bis 27. Januar 2022

Tag der Architektur am 25. und 26. Juni 2022

Anmeldung bis 27. Januar 2022

 

Alljährlich findet am letzten Juniwochenende bundesweit der Tag der Architektur statt. Die Führungen durch Berliner Projekte der Architektur, Landschafts- und Innenarchitektur sowie der Stadtplanung möchten persönliche Einblicke in die aktuelle Baukultur und individuelle Architekturerfahrungen ermöglichen. Die geöffneten Architekturbüros lassen interessierte Besucherinnen und Besucher hinter die „Kulissen“ ihrer Arbeit schauen und öffnen ihre Bürotüren oft in Kombination mit einem durch Vorträge, Ausstellungen und Diskussionen ergänzten Programm.

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# Grün- und Freiflächen erhalten, pflegen und ausbauen

Berlin verliert jährlich mehr als 1000 Straßenbäume aufgrund der wachsenden urbanen Belastung. Gleichzeitig benötigen auch die stark beanspruchten Grünflächen neue Konzepte und intensivere Pflege.
Dafür ist über die Neupflanzung hinaus ein gesicherter Pflegeplan mit einer entsprechenden zweckgebundenen Haushaltsmittelzuweisung essenziell. Doch obwohl der Senat die „Charta für das Berliner Stadtgrün“ bereits im April 2020 beschlossen hat, ist die Vorlage noch nicht im Abgeordnetenhaus behandelt und verabschiedet worden.
Grünflächen in Zeiten der Pandemie: Offener Brief verschiedener Verbände und Institutionen
Pressemitteilung der Architektenkammer Berlin.