Welche Belegungspolitik braucht die Stadt?

Während es selbst für die ärmsten Innenstadtquartiere als eine Frage der Zeit gilt, bis diese in den Gentrifizierungssog geraten, drohen periphere Großwohnsiedlungen, trotz massiver baulicher Interventionen, zum Sammelbecken der sozial Marginalisierten zu werden. Kann einer Homogenisierung der Bewohnerstruktur durch eine nachhaltige Belegungspolitik entgegen gewirkt werden? Welche Belegungsstrategien verfolgen Wohnungsbaugesellschaften? Oder kann nur durch Gemeinwesenarbeit oder gesamtstädtische Antisegregationsstrategie der Peripherie geholfen werden? Sind Zukäufe der Wohnungsbaugesellschaften in der Innenstadt eine Perspektive?

– Wie können Wohnungsbaugesellschaften und damit der soziale Wohnungsbau, in der Innenstadt wieder Fuß fassen?
– Welche Bedingungen brauchen Wohnungsbaugesellschaften um besser auf eine gemischte Belegung hinarbeiten zu können?
– Können auch die private Wonungsbaugesellschaften Verantwortung übernehmen?
– Wie können Unternehmensinteressen und gesamtstädtisches/gesellschaftliches Interesse ausgeglichen werden?

Die Veranstaltung fragt nach Regulierungsmöglichkeiten auf den Ebenen der Belegungspolitik und des Mietrechtes sowie den Chancen und Grenzen sozialräumlicher Intervention in Großwohnsiedlungen.

Es diskutieren am 5.7.2010 um von 18.00 bis 21.00 Uhr:

Frank Bielka, Vorstand DEGEWO
Sylvia Hoehne Killewald, Geschäftsführerin Mieterberatung Prenzlauer Berg GmbH
Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin Marzahn-Hellersdorf, Leiterin der Abteilung Gesundheit, Soziales und Personal
Jan Kuhnert, KUB – Kommunal- und Unternehmensberatung GmbH, Hannover
Franziska Eichstädt-Bohlig (MdA, Sprecherin für Stadtentwicklung B90/Die Grünen)

Moderation: Hans Panhoff (Quartiersmanager)

Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Anmeldung: stadtpolitik@bildungswerk-boell.de