Eine Chance für das ICC Berlin

Mit Bedauern hat der Vorstand der Architektenkammer Berlin festgestellt, dass der vorliegende Entwurf des Koalitionsvertrages keine Aussage zur Zukunft des International Congress Centrum (ICC) Berlin enthält. Aus diesem Grunde hat sich die Architektenkammer Berlin entschlossen, einen Offenen Brief zur Zukunft des ICC an die designierte Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und ggf. weitere Senatsverwaltungen auf den Weg zu bringen.

Wir von Aktiv für Architektur unterstützen diese Initiative:

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# Jetzt heißt es anpacken!

Begrüßenswert ist im Koalitionsvertrag von rot-grün-rot in Berlin die Entscheidung, neue Gebäude durch die landeseigenen Wohnungsunternehmen vorwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen und nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) zu errichten. Doch statt willkürlich gesetzter Neubauziele von 20.000 Wohnungen/jährlich braucht es ein programmatisches Umdenken hin zur Transformation des Bestands.

#transformation #immobilien #berlin #koalition #rgr #bauwende#bauwesen #nachhaltigkeit #flächenversiegelung #klimakrise #klima#neubau

Link zur Pressemitteilung der Architektenkammer Berlin.

Wahlen der Arbeitsausschüsse

In ihrer 3. Sitzung hat die 11. Vertreterversammlung die Arbeitsausschüsse für die neue Amtszeit gewählt. Wir gratulieren allen gewählten Mitgliedern, unseren neu gewählten und bestätigten AfA Mitgliedern und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

Die Wahl der Arbeitskreise erfolgt im Februar 2022, interessierte Kammermitglieder können sich bis zum 28. Januar 2022 bewerben, um sich für die Kammerarbeit ehrenamtlich zu engagieren. Alle Informationen hier.

# Grün- und Freiflächen erhalten, pflegen und ausbauen

Berlin verliert jährlich mehr als 1000 Straßenbäume aufgrund der wachsenden urbanen Belastung. Gleichzeitig benötigen auch die stark beanspruchten Grünflächen neue Konzepte und intensivere Pflege.
Dafür ist über die Neupflanzung hinaus ein gesicherter Pflegeplan mit einer entsprechenden zweckgebundenen Haushaltsmittelzuweisung essenziell. Doch obwohl der Senat die „Charta für das Berliner Stadtgrün“ bereits im April 2020 beschlossen hat, ist die Vorlage noch nicht im Abgeordnetenhaus behandelt und verabschiedet worden.
Grünflächen in Zeiten der Pandemie: Offener Brief verschiedener Verbände und Institutionen
Pressemitteilung der Architektenkammer Berlin.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Neuerungen zum 21.10.2021

Bildnachweis: https://oekozentrum.nrw

Zum 21.10.2021 wurden die drei BEG-Richtlinien für Wohngebäude, Nichtwohngebäude und Einzelmaßnahmen erneut geändert, um sie kohärent zu den Regelungen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) zu fassen. Insbesondere im Bereich Wärme- und Gebäudenetze sowie Anrechnung von Abwärme in der EE-Klasse erfolgten Änderungen.

Förderrichtlinien zur BEG

Die geänderten Förderrichtlinien zur BEG sind auf der Internetseite des BMWi veröffentlicht und wurden am 18.10.2021 im Bundesanzeiger bekanntgemacht.

Zum 1. Februar 2022 wird die Neubauförderung für das Effizienzhaus/-gebäude 55 in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eingestellt. Das teilt das Bundeswirtschaftsministerium mit. Sanierung soll stärker im Fokus stehen.

Mehr Informationen auf der Website der Bundesarchitektenkammer.

Und hier geht’s zur Förderung für energetische Sanierungen von Wohn- und Nichtwohngebäuden in Berlin, dem Program Effiziente GebäudePLUS.

Wissenschaftsbauten der 70er/80er am 10.11.2021, 19:00 Uhr in der Urania Berlin und Livestream

© Landesdenkmalamt Berlin, Foto: Anne Herdin

Seit rund drei Jahrhunderten prägen Gebäude der Wissenschaften das Gesicht Berlins und vereinen in sich Repräsentativität und Funktionalität wie auch Tradition und Fortschritt. In den 1970er und 1980er Jahren entstanden vornehmlich in West-Berlin avantgardistisch, Architekturen, für die Hochschulen, aber auch für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. „Jung, aber Denkmal“ widmet sich dieser jüngeren Zeitschicht des Wissenschaftsstandorts Berlin: Welche Wissenschaftsbauten entstanden und welche werden bereits als Denkmal geschützt? Ist sich die Wissenschaft ihres besonderen Erbes bewusst? Wie werden die Bauten aktuell genutzt?Wie kann eine hinreichende Bauunterhaltung angesichts des Sanierungsstaus im Hochschulbereich gelingen? Welche Rolle spielen die Bauten als Identifikationsorte in aktuellen Campusentwicklungen? 

FOTO: Institut für Hygiene und Mikrobiologie, Hermann Fehling & Daniel Gogel, 1969–74

Eine Veranstaltung des Landesdenkmalamts Berlin und der Architektenkammer Berlin.

PROGRAMM

Einführung von Dr. Sabine Schulte, Abteilungsleiterin Inventarisation und Denkmalvermittlung des Landesdenkmalamtes Berlin

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Weiterentwicklung und Reaktivierung des ICC – 10 Tage im Reallabor der Berliner Festspiele

Die David Bowie Songzeile „The Sun Machine Is Coming Down“ prangt über dem Eingang des ICC – „Der exzentrische Bau des Internationalen Congress Centrum Berlin (ICC) erinnert äußerlich an ein Raumschiff oder einen Ozeandampfer. Ursulina Schüler-Witte und Ralf Schüler hatten es Mitte der 1970er Jahre als radikal funktionalistisches Konferenzzentrum entworfen, das die Welt in Westberlin empfangen sollte. Bereits in der Ausschreibung war vorgesehen, dass 50 Prozent der Nutzung über das reine Kongressgeschäft hinausgehen – etwa mit Bühnen-, Show- oder Kammermusikveranstaltungen für die Berliner*innen. 1979 eröffnet, wurde das ICC mit seinen 80 Konferenzräumen mit bis zu 5.000 Sitzplätzen zu einem der meistbesuchten, meistausgezeichneten sowie größten Kongresszentren der Welt.

Als „Dialogmaschine“ lädt es dazu ein, in seinen Sälen und durch Gänge und Rolltreppen miteinander verbundenen Foyers und Terrassen

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# Prozess Bodenwende jetzt! verstetigen

Bündnis Bodenwende kommentiert und veröffentlicht die Antworten der Parteien zu seinen Wahlprüfsteinen.

Das Bündnis Bodenwende sieht angesichts explodierender Boden- und Mietpreise und eines trotz des „30 Hektar-Ziels“ ungebremsten Flächenverbrauchs dringenden Handlungsbedarf. Deshalb hat es mit seinen „Bodenpolitischen Wahlprüfsteinen zur Bundestagswahl 2021“ eine umfassende Befragung der Parteien gestartet. Heute werden die Antworten von Bündnis 90/Die Grünen, CDU/CSU, Die Linke, FDP und SPD veröffentlicht und kommentiert.

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Summertalk-Workshops mit den Mitgliedern der Vertreterversammlung, Architektenkammer Berlin

Für die 2. Sitzung der Vertreterversammlung der Architektenkammer Berlin am 2. September 2021 ist geplant, gemeinsam mit Euch die berufspolitischen Ziele für die 11. Amtsperiode zu diskutieren und festzulegen.  Der Vorstand hat sich in einer Klausur dazu im Vorfeld Gedanken gemacht und schlägt Schwerpunktthemen für die kommende Amtsperiode vor, die wir gern mit Euch schon vor der kommenden Sitzung ausarbeiten möchten. Sprecht dazu einfach Eure Vertreter*innen in der Architektenkammer Berlin an!

Folgende Workshops sind geplant und wir würden uns freuen, wenn Ihr Euch zu Euren Schwerpunktthemen an der Diskussion beteiligen und Euer Wissen, Eure Erfahrungen und Eure Impulse mit einbringen könntet.

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Abriss muss erschwert werden!

Der Tagesspiegel Checkpoint vom 1. Juli 2021 berichtet von einem traurigen Abrissrekord in Berlin: „Mit dem Neubau läuft’s ja nicht so doll in Berlin, dafür sind wir beim Gegenteil spitze: Allein im ersten Halbjahr 2021 wurde der Abriss von 801 Wohngebäuden genehmigt (bei 1.275 Anträgen) – das sind mehr als in den drei Jahren davor zusammen. Ganz vorne liegt Steglitz-Zehlendorf: Der Bezirk räumt allein gut die Hälfte ab (408) – offenbar nach dem Motto: Wo eine Villa ist, ist auch Weg. Dazu der Blick in den Regierungsvertrag (S.19): „Die Koalition wird das Gesetz (…) in Bezug auf Abriss (…) überarbeiten.“

Theresa Keilhacker warb deshalb schon in der Anhörung der Architektenkammer Berlin zur Novellierung BauO Berlin im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wohnen am 16.6.2021 dafür, dass Besonders erhaltenswerte Bausubstanz

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