Rat für Stadtentwicklung Berlin 2011 unter neuem Vorsitz

Der Rat für Stadtentwicklung (RfS) hat sich im Januar 2000 zusammengeschlossen, um Sach- und Fachverstand Berlins zu bündeln und öffentlich wirksam zu machen. Der Rat setzt sich aus Vertretern von wirtschaftlich und politisch unabhängigen Institutionen zusammen, die für die Stadtentwicklung Berlins und der Region arbeiten, forschen und lehren. Den jährlich wechselnden Vorsitz hat 2011 der AIV von den AfA übernommen.

Leben in der Innenstadt – ein Luxus für Auserwählte?

Die Entwicklung von Berliner Stadtquartieren scheint einem wiederkehrenden Schema zu folgen: Niedrige Mieten in einem vernachlässigten Quartier bieten ein Umfeld zur Ansiedlung der Kreativszene, Kneipen und Cafés. Touristen werden aufmerksam und Investoren aktiv: Auf Wohnungssanierungen folgen Mietsteigerungen, schrittweise vollzieht sich ein Austausch von Bewohnern und Gewerbetreibenden – „Gentrifizierung“ und „Touristifizierung“ heißen diese Prozesse.

Foto: bigfoto.com

Wie verändern sie Berlins Innenstadtbezirke, und welchen Wert haben Szene und Avantgarde? Was leisten Politik und Stadtplanung? Am 9. März 2011 um 19:30 Uhr diskutieren darüber:

Ricarda Pätzold, Institut für Stadt- und Regionalplanung, TU Berlin
Dr. Franz Schulz, Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg
Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins e.V.
und es moderiert:
Gerd Nowakowski, Ressortleiter Berlin/Brandenburg, Der Tagesspiegel

Urania, An der Urania 17 in 10787 Berlin. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Reihe „Stadgespräche – Berlin im Wandel“ ist eine Kooperation der Architektenkammer Berlin, Ausschuss Stadtentwicklung, mit der Urania und dem Tagesspiegel. Dieses Stadtgespräch wurde durch den Ausschuss Öffentlichkeit und urbanophil konzipiert.

Haushalt veröffentlicht

Auf Initiative des Ausschuss Öffentlichkeit brachten Architekten für Architekten einen Antrag auf Veröffentlichung des Haushalts in die Vertreterversammlung der Architektenkammer ein.

Dieser Schritt zu mehr Transparenz wurde von der Vertretervesammlung einstimmig beschlossen. Seit Februar 2011 sind die Schlussberichte hier als PDF-Dokument abrufbar.
Foto: FreeDigitalPhotos.net

Nachhaltige Energiegewinnung

Norwegen ist der zweitgrößte Energielieferer Europas. Seit mehr als 30 Jahren liefert es Erdgas an Europa, und 2010 kam nahezu ein Drittel des deutschen Energieverbrauches aus norwegischen Energiequellen. Norwegen hat eine lange Traditionen für die Produktion erneuerbarer Energien, wodurch etwa 60 Prozent ihres heimischen Verbrauches gedeckt wird, ferner befindet sich die Hälfte der Wasserspeicherkapazität Europas in diesem Staat.

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Ein Berliner Salon

Berlins „Gute Stube“ soll aufgemöbelt werden – dazu findet am 25.1.2011 ab 18:00 Uhr eine Zukunftswerkstatt zur Umgestaltung des Gendarmenmarkt statt. Interessierte Bürger können im 4. Bürgerforum mir der Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, dem Baustadtrat von Mitte Ephraim Gothe und dem Landschaftsarchitekten Till Rehwaldt ein Meinungsbild über die in Diskussion befindlichen Varianten herstellen, dessen Ergebnis dann verbindlich sein soll.
Ab 16:00 Uhr ist Gelegenheit, sich über den Vorlauf und den Stand der Dinge zu informieren.

Konzerthaus am Gendarmenmarkt

Großer Saal
Ankündigung

Architektur + Fotografie

Eine Ausstellung in der Architektur Galerie Berlin vom 21.1. bis 5.3.2011, Eröffnung ist am 20.1. um 19:00 Uhr, zeigt drei unterschiedliche Positionen zeitgenössischer Fotografie zum Thema Architektur und spannt dabei einen Bogen von der angewandten zur freien künstlerischen Arbeit.
Die Fotografie von Architektur bewegt sich immer im Spannungsfeld zwischen Dokumentation und Suggestion. Einerseits werden die objektiven Eigenschaften eines Gebäudes festgehalten, andererseits werden diese durch den Standpunkt des Fotografen gleichzeitig „in Szene“ gesetzt. Foto: Friederike von Rauch, Quelle: AGB

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Gentrifidingsbums

Oder der Traum von einer Stadt für Alle: „Wenn draußen nur noch das leise Raspeln von Rollkoffern auf dem Pflaster zu hören ist, wo sich früher die Nachbarn mit der Hupe rausgeklingelt haben; wenn das Bauschild vor dem Apartment-Rohbau das Viertel als »bunt und frech« anpreist; wenn die Suche nach einem WG-Zimmer zur Castingshow wird; wenn die Ballonseidenanzug-Träger an den Stadtrand ziehen; wenn der türkische Elektrohöker einem Flagshipstore weicht und selbst nachts um halb zwei noch Leute mit aufgeklapptem Macbook in der Bar sitzen: Dann ist es allerhöchste Zeit, sich Gedanken zum Thema Gentrifizierung zu machen.“

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„Alles was (Bau-) Recht ist“ – der Ausschuss Gesetze und Verordnungen

Kurz muß ein Gesetz sein, damit es um so leichter von Unkundigen befolgt wird.
(Lucius Annaeus Seneca der Jüngere, ca. 4 v. Chr.–65 n. Chr)

– und zu ergänzen wäre: verständlich, eindeutig und angemessen.

Nun ist die Welt in den fast zweitausend Jahren seit diesem Diktum sehr viel kom­plexer geworden und es müssen im öffentlichen Interesse wesentlich mehr Sach­verhalte allgemeinverbindlich geregelt werden: Neue technische Möglichkeiten und Nutzungen, aber auch veränderte Schutzansprüche der Bürgerinnen und Bürger er­fordern neue rechtliche Regeln. Und für jede Zusatzregel zum Grundsatz lassen sich gute Gründe finden, von denen es wiederum zurecht zahlreiche Ausnahmen geben muss …

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